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ECP unterliegt in Germering mit 3:6

Pfaffenhofen (oex) Es zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte bisherige Saison: Der EC Pfaffenhofen verschläft in fast schon beängstigender Regelmäßigkeit die Anfangsphase seiner Begegnungen. Kein anderes Team der Bayernliga kassiert in den ersten zehn Spielminuten auch nur annähernd so viele Gegentore wie die Pfaffenhofener. Auch beim Gastspiel am Freitag in Germering klingelte es wieder frühzeitig im Kasten von Bastian Niedermeier. Ganze 31 Sekunden benötigten die Gastgeber, um nach einem groben Fehler in der Abwehr in Führung zu gehen. Betrachtet man das Ganze ironisch, könnte man auch sagen, dass sich die IceHogs gegenüber dem letzten Spiel sogar gesteigert haben, denn Königsbrunn brauchte zuletzt nur 13 Sekunden bis zum ersten Treffer. Ganz im Gegensatz zu Schlusslicht Nürnberg, das sich von den letzten drei Gegnern am wenigsten effektiv zeigte und sogar 94 Sekunden benötigte. In den meisten Fällen lässt dann auch der zweite Gegentreffer nicht lange auf sich warten und so konnte sich in Germering in der 4. Spielminute Neuzugang Josh Gillam in seinem ersten Spiel für die Wanderers gleich frühzeitig in die Torschützenliste eintragen. Was allerdings auch auffällt, ist die Tatsache, dass es die Mannschaft von Trainer Rod Poindexter auch immer wieder schafft, nach diesen frühen Rückständen ran zu kommen oder gar auszugleichen, um dann am Ende dennoch oft mit leeren Händen da zu stehen. So auch in Germering, als Christian Birk in der 11. Minute die erste Strafzeit gegen die Hausherren zum Anschlusstreffer nutzte und Dennis Martindale in der 28. Minute eine weitere angezeigte Strafe gegen die Wanderers mit dem Ausgleich bestrafte. Auffallend häufig in dieser Spielzeit bringen sich die IceHogs aber auch schnell wieder um den Lohn ihrer Benmühungen, indem sie nach eigenen Torerfolgen postwendend Gegentreffer hinnehmen müssen. Besonders krass war dies zuletzt im Spiel gegen Königsbrunn, als man nur 5 Sekunden nach der Führung im Schlussdrittel wieder den Ausgleich kassierte und auch in Germering konnte man sich nur kurz über den Ausgleich zum 2:2 freuen. Wenig später brachte Peter Lindner die Gastgeber nämlich wieder in Front und 30 Sekunden vor Drittelende stellte Oliver Wälde gar den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Erneut mussten die Pfaffenhofener also einem Rückstand hinterherlaufen und als Eric Dylla in der 45. Minute wiederum eine Überzahlmöglichkeit zum Anschlusstreffer nutzen konnte, kam wieder Hoffnung im Pfaffenhofener Lager auf. Die hielt jedoch nur bis zur 51. Minute an, dann traf Peter Lindner mit einem haltbar scheinenden Schuss zum 5:3 und damit zur Vorentscheidung. Die IceHogs brachten nun nicht mehr die Moral auf, nochmals dagegen zu halten. Zumal Josh Gillam mit seinem Treffer zum 6:3 in der 54. Minute endgültig alles klar machte und damit die siebte Auswärtsniederlage der IceHogs im achten Spiel besiegelte. Während sich Germering mit diesem Erfolg in einem sehr fairen Match weiterhin Hoffnungen auf das Erreichen der Play-Offs machen darf, müssen sich die Pfaffenhofener langsam aber sicher auf einen langen und harten Abstiegskampf einstellen.

EC Pfaffenhofen: Niedermeier, Herdzik, Riemel, Gräber, Kröger, Schlosser, Critharellis, Geisberger, Löwenberger, Dylla, Spindler, Berger, Vokaty, C.Birk, Weicht, Martindale, F. Birk
 
Tore: 1:0 (1.) May (Lindner, Wälde); 2:0 (4.) Gillam (Ross, May); 2:1 (11.) C. Birk (Martindale); 2:2 (28.) Martindale (Riemel, C.Birk 6:5); 3:2 (30.) Lindner (Gillam, Jäger); 4:2 (40.) Wälde (Weber, Jäger); 4:3 (45.) Dylla (C.Birk, Berger 5:4); 5:3 (51.) Lindner (Rossi); 6:3 (54.) Gillam (Oehme, Weber)

Strafen:  Wanderers   10  IceHogs   14
 
Zuschauer: 110