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IceHogs beim 1:6 ohne echte Chance
Pfaffenhofen (oex) Ohne echte Siegchance war der EC Pfaffenhofen am Freitag in seinem Heimspiel gegen den EHC Bayreuth. Der als klarer Favorit angereiste Tabellenvierte wurde seiner Rolle gerecht und nahm mit einem deutlichen 6:1 (0:0; 3:0; 3:1) Erfolg verdient drei Punkte mit zurück an den Main. Durch die Ausfälle seiner beiden Routiniers David Vokaty (Daumenbruch) und Eric Dylla (erkrankt) war Coach Rod Poindexter zum wiederholten Male gezwungen, seine Angriffsreihen umzustellen. Das hatte zur Folge, dass sich gegen die läuferisch starken und scheibensicheren Gäste, bei denen erstmals Neu-Spielertrainer Sergej Wassmiller mit dabei war, von Beginn an einige Abstimmungsprobleme offenbarten. Bis zur ersten Pause konnten die IceHogs den Oberfranken dennoch ganz ordentlich Paroli bieten. Zwar blieben eigene Möglichkeiten Mangelware, aber auch Bayreuth kam kaum zu zwingenden Chancen. „Wir haben uns im ersten Drittel recht schwer getan, weil Pfaffenhofen sehr gut dagegengehalten hat,“ stellte Bayreuths Interimstrainer Dietmar Habnitt, der Sergej Wassmiller an der Bande vertritt, fest. „Dann sind uns im zweiten Drittel einige Treffer gelungen.“ Wobei die Führung in der 26. Minute eher zufällig zustande kam. Ein Schuss eines Gästeverteidigers Richtung Tor traf einen Mitspieler, von dessen Körper der Puck unhaltbar für Schlussmann Andreas Banzer abgefälscht wurde. Dass der Aktion auch noch eine übersehene Abseitsposition vorausging, macht die Sache noch unglücklicher für die Gastgeber. Es war nicht die einzige Szene, die die Schiedsrichter, die ansonsten mit der sehr fairen Partie keine Probleme hatten, falsch beurteilten. Spiel entscheidend war dies freilich alles nicht. Bayreuth münzte mit zunehmender Spieldauer seine Überlegenheit auch in Tore um, so dass die Frage nach dem Sieger spätestens mit dem 0:3 zur zweiten Pause bereits beantwortet war. Bei den Treffern zum 0:2 durch Anton Pertl (29.) und zum 0:3 durch Sebastian Stoyan (37.) reagierten die Torschützen einfach schneller als die Pfaffenhofener Abwehr, die auch im Schlussabschnitt bei den Gegentoren zum 0:4 (45.) und 0:5 (50.) Pate stand. Erst rutschte Carsten Gräber aus, dann vertändelte Sebastian Kröger die Scheibe. Nutznießer war beide Male Andreas Geigenmüller, dem diese Möglichkeiten auf dem Tablett serviert wurden und der sich nicht lange bitten ließ. Dazwischen hatte Andreas Banzer noch einen Penalty von Patrick Schadt pariert. In der 51. Minute konnten dann endlich auch einmal die ECP-Fans jubeln. Marco Babic sorgte für den Ehrentreffer, nachdem er einem Gästeverteidiger die Scheibe abgeluchst hatte. Wenig später lieferte dann sogar der Hauptschiedsrichter unfreiwillig die Vorarbeit zum sechsten Bayreuther Treffer, als er einen Pass aus der ECP-Abwehr direkt auf den Schläger von Andreas Geigenmüller ablenkte, der damit seinen dritten Torerfolg praktisch geschenkt bekam. Trotz der vielen unglücklichen Gegentore herrschte Einigkeit bei der Frage nach dem verdienten Sieger. Bayreuth war an diesem Abend einfach die klar bessere Mannschaft, was auch Rod Poindexter anerkannte: „Wir hatten heute keine echte Chance und wollen nun versuchen, in Peißenberg ein gutes Spiel zu machen.“
EC Pfaffenhofen: Banzer, Matschke, Riemel, Gräber, Kröger, Schlosser, Critharellis, Geisberger, Löwenberger, Kühnl, Spindler, Berger, C.Birk, Babic, Feilmeier, Weicht, Martindale, F.Birk Tore: 0:1 (26.) Geigenmüller (Okonek, Müller); 0:2 (29.) Pertl (Bartosch, Wassmiller); 0:3 (37.) Stoyan (Geigenmüller, Müller); 0:4 (45.) Geigenmüller (Stoyan, Okonek); 0:5 (50.) Geigenmüller, 1:5 (51.) Babic (C.Birk, F.Birk); 1:6 (52.) Geigenmüller (Stoyan, Müller);
Strafen: IceHogs 8 EHC 8
Zuschauer: 220 |