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Andi Geisberger dreifacher Torschütze beim 6:2
Pfaffenhofen (oex) Der EC Pfaffenhofen darf weiter hoffen, doch noch einen der ersten beiden Plätze in der Abstiegsrundengruppe B der Bayernliga zu erreichen und sich damit den Klassenerhalt vorzeitig zu sichern. Am Freitag kamen die Pfaffenhofener zuhause zu einem 6:2 (2:0; 3:1; 1:1) Erfolg gegen den EHC Nürnberg, der damit wohl sicher in den Abstiegs-Play-Off seine letzte Chance suchen muss. Mann des Abends auf Seiten der Gastgeber war Verteidiger Andreas Geisberger, der nach gerade überstandener Krankheit dreimal traf und einen weiteren Treffer vorbereitete. Es war sicherlich kein Match, das die rund 250 Zuschauer in Begeisterung versetzte, doch dies war in diesem wichtigen Abstiegsduell auch nicht zu erwarten. Denn eines war schon vor Beginn klar: Nur der Sieger würde seine Chancen wahren können und dementsprechend nervös agierten beide Team, die jeweils auf ihre Kontingentspieler verzichten mussten. Nürnbergs Bobby Hughes fehlte ebenso wie Dennis Martindale, dessen Gehirnerschütterung einen Einsatz noch nicht zuließ. Dennoch war den Gastgebern von Beginn an anzumerken, dass sie anders als im Vorrundenspiel vor zwei Wochen, dieses Mal unbedingt gewinnen wollten. Sie schnürten die Gäste regelrecht in deren Abwehrzone ein und hatten gleich in den Anfangsminuten einige dicke Möglichkeiten. Doch der beste Nürnberger an diesem Abend, Torhüter Tobias Güttner, hielt seine Mannschaft zunächst im Spiel. Die ECP-Fans begannen bereits wieder, sich angesichts der vergebenen Chancen die Haare zu raufen und fühlten sich dabei an das letzte Drittel des Germering-Spiels vor Wochenfrist erinnert. Dann fasste sich endlich Andi Geisberger ein Herz, zog ab und traf zum längst verdienten Führungstreffer. Als ECP-Torhüter Andi Banzer in der Schlussminute des ersten Drittels während einer angezeigten Strafe gegen die Gäste seinen Kasten für einen sechsten Feldspieler räumte, war es erneut Andi Geisberger, der nach einem Zuspiel von Marko Babic genau Maß nahm und das wichtige 2:0 besorgte. Auch nach der Pause waren die Gastgeber das klar überlegene Team und kamen in der 25. Minute zum 3:0. Marko Babic hämmerte nach einer schönen Kombination einen Rückpass von Philipp Spindler unter die Latte. Eine solche Zielstrebigkeit hätte sich Rod Poindexter öfter gewünscht, doch viel zu oft übertrieben seine Mannen, das Klein-Klein-Spiel anstatt konsequenter den Abschluss zu suchen. „Da war oftmals die Angst vor dem Torschuss direkt zu spüren,“ musste Rod Poindexter feststellen und dann auch noch mit ansehen, wie ein daraus resultierender unnötiger Scheibenverlust im Angriff zu einem Konter führte, den Kevin Altmann mit dem Anschlusstreffer abschloss (33.) Danach hatten die Gäste ihre beste Phase, die jedoch nur fünf Minuten später wieder beendet war. In derselben Spielszene fingen sich gleich zwei Nürnberger Strafzeiten ein und das folgende 5 gegen 3 Überzahlspiel nutzten die Hausherren. Mit mehreren Direktpässen spielten Manuel Kühnl und Marco Löwenberger den am langen Pfosten lauernden Christian Birk frei, der nur noch einzuschieben brauchte (39.). Die Vorentscheidung fiel drei Sekunden vor der Pause. Eric Dylla kam nach einem Vokaty-Zuspiel frei zum Schuss und es stand 5:1. Im Schlussabschnitt plätscherte die Partie so dahin. Die IceHogs verwalteten ihren Vorsprung und Nürnberg gab sich geschlagen. Zwar konnte Alexander Priem in der 51. Minute in Überzahl nochmals verkürzen, doch wenig später setzte Andi Geisberger, ebenfalls mit einem Mann mehr, mit seinem dritten Treffer den Schlusspunkt unter eine Begegnung, die in den IceHogs einen verdienten Sieger fand, was auch Gästecoach Sergej Hatkevitch anerkannte.
EC Pfaffenhofen: Banzer, Weiner, Riemel, Gräber, Kröger, Critharellis, Geisberger, Löwenberger, Dylla, Kühnl, Spindler, Berger, Vokaty, C.Birk, Babic, Feilmeier, F.Birk Tore: 1:0 (13..) Geisberger (C.Birk, F.Birk); 2:0 (20.) Geisberger (Babic, Spindler 6:5); 3:0 (25.) Babic (Spindler, Geisberger); 3:1 (33.) Altmann (Reiser, Hörl 5:4); 4:1 (39.) C.Birk (Löwenberger, Kühnl 5:3); 5:1 (40.) Dylla (Vokaty, Kröger 4:4); 5:2 (51.) Priem (Pruett, Hörl 5:4); 6:2 (57.) Geisberger (Dylla 5:4)
Strafen: IceHogs 14 EHC 18 + 10 f. Schnabel u. Hain
Zuschauer: 225 |