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IceHogs schlagen Nürnberg in einem turbulenten Spiel mit 9:6

Pfaffenhofen (oex) Sechs Spiele lang kehrte der EC Pfaffenhofen jedes Mal mit leeren Händen von seinen Auswärtsspielen zurück. Im siebten Spiel konnten nun endlich die ersten Punkte auf fremdem Eis eingefahren werden. Mit 9:6 (3:2; 2:4; 4:0) behielten die Pfaffenhofener beim Tabellenletzten EHC Nürnberg die Oberhand, mussten in einer turbulenten Partie allerdings lange zittern, bis der wichtige Erfolg feststand. Mehrmals wechselte die Führung und erst im letzten Drittel konnten die IceHogs mit drei schnellen Treffern den Sack zumachen. Der EHC Nürnberg steht zwar derzeit auf dem letzten Platz der Bayernliga, doch gerade zuhause ist die junge und kampfstarke Truppe keinesfalls zu unterschätzen. Selbst gegen die Spitzenteams fielen die Niederlagen auf eigenem Eis meist knapp aus und so hatte man sich gerade gegen die bis dahin schwächste Auswärtsmannschaft der Liga einiges ausgerechnet. Und die Mannschaft von Trainer Rod Poindexter startete auch in der Nürnberger Arena wie in den meisten Auswärtsspielen zuvor auch, nämlich pomadig und schlafmützig. Schon nach gut 90 Spielsekunden mussten sie wieder einem Rückstand hinterherlaufen. Kevin Altmann hatte getroffen und zu allem Überfluss dies auch noch bei eigener Überzahl. Nach knapp 10 Minuten schien auch diese Begegnung die hinreichend bekannte Richtung zu nehmen. Erneut versenkte Altmann die Scheibe im Kasten von Bastian Niedermeier, wobei dieser auch nicht die beste Figur machte. Nur gut, dass sich an diesem Abend vor allem Philipp Spindler gut aufgelegt zeigte und postwendend für den Anschlusstreffer sorgte. Der führte offenbar dazu, dass nun die Franken vorübergehend total ihre Linie verloren und nur eine weitere Minute später nicht nur den Ausgleich durch Eric Dylla hinnehmen mussten, sondern in der 16. Minute sogar in Rückstand gerieten. Mit einem für ihn typischen Treffer nutzte Christian Birk eine Strafzeit gegen die Gastgeber. Innerhalb von nur fünf Minuten hatten die IceHogs die Partie gedreht und damit für deutlich entspanntere Mienen bei den mitgereisten Fans gesorgt. Nach der Pause entwickelte sich das Spiel zunächst weiter nach dem Geschmack der Pfaffenhofener. In der 26. Minute erhöhte Philipp Spindler auf 4:2 und auch auf den Anschlusstreffer der Gastgeber in der 31. Minute hatte er wieder eine Antwort parat. Einen an ihm selbst verschuldeten Penalty verwandelte er in der 32. Minute sicher zum 5:3. Doch was dann bis zur zweiten Pause geschah, ließ die Verantwortlichen und Fans des ECP fast verzweifeln. Innerhalb von wiederum nur sieben Spielminuten gaben die IceHogs ihre scheinbar sichere Zwei-Tore-Führung wieder aus der Hand. Nur 30 Sekunden nach dem 5:3 traf auch Altmann zum dritten Mal, bevor er dann wenig später wegen eines hohen Stocks gegen Sebastian Kröger mit einer Spieldauerstrafe vorzeitig zum Duschen durfte. In der der 35. Minute glich Darnell Pruett aus und vierzig Sekunden vor der Sirene brachte Markus Babinsky die Hausherren sogar wieder in Front. Dann reagierte Rod Poindexter und brachte für den nicht immer souveränen Bastian Niedermeier seinen Back-Up Damjan Herdzik. „Ich wollte einfach ein Zeichen setzen,“ begründete der Coach seine Maßnahme und traf damit offenbar die richtige Entscheidung. Denn im letzten Spielabschnitt ging seine Mannschaft konzentrierter und zielstrebiger zu Werke. Schon nach einer Minute nutzte Kapitän Robin Riemel eine Überzahl zum Ausgleich. Danach erarbeiteten sich die Gäste mehr und mehr Spielanteile und waren den Gastgebern nun auch spielerisch überlegen. Die Entscheidung fiel dann zwischen der 50. und 52. Minute. Erst schoss Sebastian Kröger seine Farben wieder In Front und unmittelbar darauf versetzte Dennis Martindale mit zwei Treffern innerhalb von nur 27 Sekunden Nürnberg den endgültigen KO. Die verbleibenden 9 Minuten hatten die Pfaffenhofener gegen nun aufsteckende Hausherren keine Mühe mehr, den  Sieg und damit drei wichtige Punkte sicher nach Hause zu bringen.

EC Pfaffenhofen: Niedermeier, Herdzik, Riemel, Gräber, Kröger, Critharellis, Geisberger, Löwenberger, Dylla,  Kühnl, Spindler, Berger, Vokaty, C.Birk, Babic, Martindale, F. Birk
 
Tore: 1:0 (2.) Altmann (4:5); 2:0 (10.) Altmann; 2:1 (11.) Spindler (F.Birk); 2:2 (12.) Dylla; 2:3 (16.) C. Birk (Spindler 5:4); 2:4 (26.) Spindler (Dylla); 3:4 (31.) Reiser (Hörl, Beck); 3:5 (32.) Spindler (Penalty); 4:5 (33.) Altmann (Hahn); 5:5 (35.) Pruett (Altmann 5:4); 6:5 (40.) Babinsky (4:3); 6:6 (41.) Riemel (Martindale 5:4); 6:7 (50.) Kröger; 6:8 (51.) Martindale; 6:9 (52.) Martindale (C.Birk)

Strafen:  EHC   17  + 10 f. Petrojannis + Spieldauer f. Altmann        IceHogs  18
 
Zuschauer: 100