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IceHogs unterliegen in Waldkraiburg durch einen Treffer 20 Sekunden vor Schluss
Pfaffenhofen (oex) Der EC Pfaffenhofen ist mit einer Niederlage in die Abstiegsrunde der Bayernliga gestartet. Am Freitag unterlagen die Pfaffenhofener beim EHC Waldkraiburg mit 4:5 (2:1; 1:2; 1:2) und stehen damit die nächsten Spiele bereits gehörig unter Druck. Eine Niederlage, die besonders schmerzt, denn 20 Sekunden vor dem Ende gelang den Gastgebern der Siegtreffer, durch den alle Hoffnungen der IceHogs auf einen Punktgewinn jäh zunichte gemacht wurden. Was die ganze Sache noch bitterer macht, war die Tatsache, dass David Vokaty 30 Sekunden zuvor erst der Ausgleich zum 4:4 gelungen war, nachdem die Pfaffenhofener alles riskiert und Torhüter Andi Banzer durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hatten. Dabei hätten die IceHogs durchaus einen Punkt verdient gehabt, denn gegenüber den letzten Vorrundenspielen zeigte sich die Mannschaft deutlich verbessert. Dennis Martindale hatte in Vertretung von Rod Poindexter das Team gut eingestellt. Engagiert und sehr diszipliniert traten die Pfaffenhofener auf und ließen von Beginn an erkennen, dass sie gewillt waren, nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren. Es dauerte einige Minuten, bis beide Mannschaften ihre Anfangsnervosität abgelegt hatten, doch dann sahen die rund 300 Zuschauer eine ausgeglichene, spannende und abwechslungsreiche, in der Schlussphase sogar dramatische Partie, in der die Führung mehrmals wechseln sollte. Für den ersten Jubel unter den EHC-Fans sorgte in der 9. Minute Jan Loboda, der mit einem satten Schuss von der blauen Linie für das 1:0 sorgte und im weiteren Verlauf der jederzeit wohltuend fairen Begegnung mit zwei weiteren Treffern zu einem der Matchwinner werden sollte. Doch zunächst waren die Gäste an der Reihe, die sich durch den Rückstand nicht beeindrucken ließen, ihre Offensivbemühungen weiter verstärkten und dafür belohnt wurden. In der 15. Minute gelang Marko Babic der Ausgleich, gerade in dem Moment, als Löwen-Verteidiger Schneider nach einer Strafzeit wieder zurück auf das Eis kam. Dieser Treffer sorgte für etwas Verwirrung bei den Hausherren und dies nutzte Dennis Martindale nur eine Minute später zum 2:1 aus Sicht der IceHogs. Nach der ersten Pause waren es die Gastgeber, die nun wieder aktiver wurden und als Manuel Kühnl die erste Strafzeit für die Gäste verbüßen musste, traf Martin Führmann zum 2:2. Danach blieben die Gastgeber leicht überlegen, doch bei der nächsten Strafe für Korbinian Schneider schlugen die IceHogs wieder zu. Manuel Kühnl brachte seine Farben erneut in Front (31.) Den Vorsprung konnten sie aber nicht in die zweite Pause retten, denn in der 36. Minute hatte auch die zweite Strafzeit, dieses Mal gegen Marco Löwenberger, Folgen. Jan Loboda erzielte mit seinem zweiten Treffer wiederum den Ausgleich. Und der gleiche Spieler war es auch, der im letzten Spielabschnitt die dramatische Schlussphase einleiten sollte. Nachdem die Löwen eine Drangphase der IceHogs zu Beginn des Drittels auch dank eines starken Fabian Birk im Tor unbeschadet überstanden hatten, war es wieder der Verteidiger, der sich in der 56. Minute eine erneute Überzahlmöglichkeit nicht entgehen ließ. Danach versuchten die IceHogs alles, nahmen Andi Banzer aus dem Tor und David Vokaty traf in der Schlussminute zum vermeintlich erlösenden 4:4, ehe Daniel Hämmerle 20 Sekunden vor dem Ende sämtliche Illusionen der Gäste zerstörte und für grenzenlosen Jubel im Löwen-Lager sorgte.
EC Pfaffenhofen: Banzer, Weiner, Riemel, Gräber, Kröger, Critharellis, Geisberger, Löwenberger, Kühnl, Spindler, Berger, Vokaty, C.Birk, Babic, Feilmeier, Weicht, Martindale, F.Birk Tore: 1:0 (9.) Loboad (S.Piskunov 5:4); 1:1 (15.) Babic (Löwenberger, C.Birk); 1:2 (16.) Martindale (Vokaty, Kühnl); 2:2 (26.) Führmann (Geuder, Hämmerle 5:4); 2:3 (32.) Kühnl (Vokaty, Spindler 5:4); 3:3 (37.) Loboda (Führmann, Geuder 5:4); 4:3 (56.) Loboda (Hämmerle, Lederer 5:4); 4:4 (60.) Vokaty (Martindale, Feilmeier); 5:4 (60.) Hämmerle (Führmann, Schrödinger)
Strafen: EHC 10 IceHogs 8
Zuschauer: 300 |